Mineralien- und Fossiliensammler Wels

Rosenau 2005

Im Herbst 2005 machten sich die Vereinskollegen Karl Stockinger, Helmuth Schöllnberger und Klemens Mikulaschek auf den Weg nach Rosenau am Hengstpass, um dort eine Fluoritfundstelle aufzusuchen.
Kurz vor dem Ausgangspunkt fiel ihnen an einem Berghang eine durch die Anlegung einer neuen Forststraße frisch angerissene Felswand auf.
Diese bestand aus – leider weitgehend fluoritfreien – Gutensteiner Kalk. Jedoch war direkt angrenzend eine Schicht der Werfener Schiefer angefahren worden, die schon bei der ersten Begutachtung eine hochinteressante Mineralisation vermuten ließ.
Bei einigen Begehungen der Fundstelle im darauffolgenden Jahr konnte reichlich spektakuläres und für Oberösterreich einzigartiges Material sichergestellt werden.
Diese Werfener Schiefer sind mit Eisen und Kupfer reichlich vererzt. Daher findet sich massenhaft Pyrit in Kristallen bis zu einer Größe von ca.2 cm, sowie Kupferkies und Cuprit- beides sowohl derb als auch in Kristallen !!! Diese in einer Größe bis 1,5 cm.
Die Bergung der gefundenen Schätze gestaltete sich als schwierig, da einerseits das Gestein stark zersetzt ist und mitsamt den kristallinen Inhalten der Miarolen schlichtweg zerbröselt, andererseits die mit Quarz versetzten und heilgebliebenen Felsbrocken derart zäh sind, dass eine Spaltung fast unmöglich war. Dafür waren die darin enthaltenen Kristalle in tadellosem Zustand.
So konnten einige Stufen mit wasserklaren Bergkristallen bis ca. 2 cm Größe geborgen werden.
An und für sich ist der Fund von Bergkristall in den Nördlichen Kalkalpen schon eine kleine Sensation, doch den Höhepunkt dieser Fundstelle stellen wohl einige der gefundenen Dolomitkristalle dar !
Es konnten viele Stufen mit reichlich Dolomit- und Ankeritkristallen bis zu einer Kantenlänge von ca. 5 cm geborgen werden
In einer komplett mit Lehm gefüllten Miarole fand Karl Stockinger Dolomit – Schwimmerkristalle mit einer Kantenlänge von ca. 19 cm. In einem weiteren dieser Hohlräume fand Klemens Mikulaschek die wohl schönsten Dolomite Oberösterreichs.

Die Fundstelle befindet sich auf Privatgrund und ist nicht mehr zugänglich.

Bild und Textautor: Klemens Mikulaschek

FdRdA: Edgar Richter

 

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